Ratz-Fatz-Torte mit Nebenwirkungen! Suchtpotential: Himmlische Torte

Für 2 Tortenböden: 100 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Vanillezucker, 4 Eigelb, 125 g Mehl, 1 TL Backpulver Baiser: 4 Eiweiß, 200 g Zucker, 100 g gehobelte Mandeln - Füllung: 2 Sahne, 2 Vanillezucker, 400 g Himbeeren

Für den Boden Zucker, Butter und Vanillezucker schaumig rühren. Eigelb dazugeben. Mehl mit Backpulver mischen und nach und nach unterrühren. Teig in zwei gefettete und mit Mehl bestäubte Springformen einfüllen. Für den Baiser Eiweiß schaumig schlagen, den Zucker einrieseln lassen und zu einem steifen Schnee schlagen. Auf den Teig in den beiden Backformen streichen und die gehobelten Mandeln darüber streuen. Im heißen Backofen bei 175 Grad etwa 30 Minuten backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen. Die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif schlagen. Einen Kuchen mit 200 g Himbeeren oder anderen Früchten belegen. Die Sahne darauf streichen. Die restlichen Himbeeren darüber verteilen und in die Sahne eindrücken. Glatt streichen. Den zweiten Kuchen in 12 Stücke schneiden und auf der Torte wieder zusammen setzen. Mit Puderzucker bestäuben.

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Kinder kommt und ratet, was im Ofen bratet! Wieder mal echt Schwein gehabt: Krustenwammerl

1 kg Schweinebauch, 2 Zwiebeln, 2 gelbe Rüben, 1 Stück Sellerie, 1 Knoblauchzehe, Salz, Pfeffer, Kümmel, Bier

Schweinebauch mit Salz und Pfeffer und Kümmel einreiben und mit der Fettseite in einen Bräter geben. Mit heißem Wasser angießen und bei 250 Grad in den vorgeheizten Backofen stellen. Nach 1/2 Stunde rausnehmen und die Schwarte rautenförmig einschneiden. Den Braten jetzt mit der Fettseite nach oben in die Reine geben und Zwiebeln, Möhren und Sellerie und Knoblauch, grob zerkleinert, drum herum legen. Mit Fleischbrühe angießen und den Ofen auf 180 Grad runter schalten. Etwa 2 Stunden braten, bei Bedarf immer wieder Brühe nachgießen. In der letzten halben Stunde den Ofen wieder auf 250 Grad hoch schalten, damit die Kruste schön aufgeht. Ab und zu einen Schluck Bier darüber gießen. Braten rausnehmen, warm halten, die Soße durch ein Sieb drücken und einkochen lassen, abschmecken, fertig. Dazu gibt’s Semmelknödel.

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 Man gönnt sich ja sonst nichts! Kulinarisches Verwöhnprogramm: Luxusnudeln

Für die Sauce: 2 Schalotten, 1 Knoblauchzehe, 2 weiße Champignons, 2 EL Butter, 1 Glas Riesling, 2 EL Creme fraiche, 1 Becher Sahne, 1 EL Trüffelöl

Schalotten, Knoblauch und Champignons fein würfeln und in 1 EL Butter glasig dünsten. Mit dem Riesling ablöschen und einkochen lassen. Sahne dazu geben, mit dem Mixer pürieren und durch ein Sieb streichen. Restliche Butter und Creme fraiche einrühren und mit Pfeffer, Salz und Trüffelöl abschmecken. In der Zwischenzeit die Fettuccine garen und mit der Sauce vermischen. Den Trüffel hauchdünn drüber hobeln. Aber nicht, dass da ein falscher Zungenschlag reinkommt. Dieser Trüffel war ein Geschenk, zugegeben, ein höchst willkommenes. Der wirkliche Hammer ist die Sauce! Das Rezept ist für 2 Personen. Normalerweise mische ich hauchdünn geschnittenen Räucherlachs darunter oder in Knoblauchöl gebratene Scampi.

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 Was lange schmort, wird endlich gut: Gulasch macht glücklich!

1,5 kg Rinderwade oder Schaufelstück (bitte kein fertiges Gulaschfleisch aus dem Supermarkt), 1 kg Zwiebeln, 50 g Butterschmalz, 1 EL Paprikapulver edelsüß, 1/2 TL Paprikapulver scharf, 2 EL Tomatenmark, 2 Lorbeerblätter, ½  Zitrone, 3 Knoblauchzehen, 1 TL Kümmel, 1 TL Salz, Pfeffer, ½ bis ¾ l Rindfleischbrühe, 1 Glas Rotwein.

Zwiebeln grob würfeln und in einer großen Pfanne in Butterschmalz und bei geringer Hitze goldbraun braten. Das darf ruhig dauern! Herausnehmen und beiseite stellen. Das Fleisch in 4 cm große Würfel schneiden und portionsweise in derselben Pfanne in Butterschmalz anbraten. Tomatenmark einrühren und die Zwiebeln zu dem Fleisch geben. Alles mit Paprika bestäuben, Lorbeerblätter dazu geben, mit Rotwein ablöschen und mit der heißen Rindfleischbrühe aufgießen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Unter Rühren aufkochen, Deckel drauf geben und für 3 Stunden in den vorgeheizten Backofen stellen bei 160 Grad. In der Zwischenzeit den Knoblauch fein reiben und mit dem Abrieb einer halben Zitrone, ½  TL Salz und dem grob gehackten Kümmel vermischen. Die Hälfte dieser Gewürzmischung unter das Gulasch rühren. Bei Bedarf nochmals mit Rindfleischbrühe begießen. Ab und zu umrühren. Die restliche Knoblauch-Gewürzmischung erst zum Ende der Garzeit unterrühren. Mit Zitronensaft und Salz abschmecken. Dazu gibt es Semmelknödel, Spätzle oder einfach nur frisches Brot zum Auftunken der Soße. Was braucht es mehr um glücklich zu sein?

Männeressen! Macht aber auch Frauen froh: Geschmorte Rinderwade

1 kg Rinderwade, 2 Knoblauchzehen, 2 Zwiebeln, 1 EL Tomatenmark, 1 EL Zucker, Scharfer Senf,

4 Wacholderbeeren, 2 Lorbeerblätter, 1 Zweig Rosmarin, 1/2 l Rotwein, Rinderbrühe, Salz, Pfeffer, Olivenöl, fetter Speck in dünne Scheiben geschnitten

Zwiebeln und Knoblauch würfeln. Das Fleisch in heißem Öl scharf anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Bratfett Zwiebel und Knoblauch goldgelb dünsten. Zucker, Tomatenmark und zerdrückte Wacholderbeeren dazugeben und gut durchrühren. Mit Rotwein aufgießen. Einmal kurz aufkochen lassen. Das Fleisch mit scharfem Senf bestreichen und mit Speckscheiben belegen und zurück in den Bräter geben. Die Lorbeerblätter und den Rosmarinzweig dazu geben und zugedeckt im vorgeheizten Backrohr bei 170 Grad 3 1/2 Stunden schmoren. Eventuell gelegentlich mit Rinderbrühe und Rotwein aufgießen. Dieses Rezept ist für 4 Personen, die Wade auf dem Foto hat 2,5 kg und sie war 5 Stunden im Ofen. Butterzart, die Soße ein Traum, dazu gab es Breznknödel.

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 Wenn es ums Kuchenbacken geht, bin ich eher der Last-Minute-Typ: Schneller Rhabarber-Baiser

100 g Butter, 100 g Zucker, 3 Eigelb, 150 g Mehl, 50 g Gustin, 1 TL Backpulver, 500 g Rhabarber, 150 g Zucker, 4 Eiweiß, 50 g Mandeln

Knetteig herstellen, in die Springform drücken und 20 Min. bei 175 Grad backen. 500 g Rhabarber klein schneiden und roh auf den vorgebackenen Teig geben. 10 Min. backen. Zucker mit Eiweiß steif schlagen und gehobelte Mandeln unterheben. Nochmals 10 Min. backen, die Baisermasse soll nur ganz leicht Farbe annehmen.

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Deutsch-italienische Koproduktion: Kartoffelpfannkuchen mit Pancetta und Büffelmozzarella

2 Eier, 1 EL Mehl, 1 Tasse Milch, 750 g Kartoffeln, 1 Zwiebel, Pfeffer, 250 g Büffelmozzarella und 100 g Guanciale, das ist ein italienischer durchwachsener Speck aus der Schweinebacke, der so gut schmeckt, dass ich aufpassen muss, ihn nicht schon vorher komplett zu verputzen. Man kann ihn auch durch Pancetta, Tiroler Speck oder einen anderen durchwachsenen milden Speck ersetzen.

Eier, Mehl und Milch verrühren, die Kartoffeln schälen und grob raspeln, am besten gleich in den Eierteig, dann verfärben sie sich nicht. Die fein gehackte Zwiebel dazugeben und mit grob gemahlenem Pfeffer würzen. Pfannkuchen in Olivenöl rausbacken. Je zur Hälfte mit dünn geschnittenem Speck und Mozzarella belegen und kurz unter den Grill schieben.

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Oft sind es die einfachen Dinge im Leben, die einen glücklich machen: Oma’s Spritzgebäck

250 g Butter mit 250 g braunem Zucker (für den Knusper!) und 2 Vanillezucker schaumig rühren, 4 Eigelb gut unterrühren und 500 g Mehl dazugeben.Durch den Fleischwolf mit Plätzchenaufsatz drehen oder mit dem Spritzbeutel verschiedene Formen auf ein Blech mit Backpapier spritzen. Im heißen Ofen 10-12 Minuten bei 180 Grad auf der 2. Schiene von unten backen. Ich mag sie am liebsten ohne Glasur. Aber es schaut natürlich schön aus: Kuchenglasur im Wasserbad schmelzen, in eine Espressotasse umfüllen und die Plätzchen eintauchen.